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Hotspots | Berlin: Avus zu Fuß




Am 1. und 2. November gibt es in Berlin die seltene Gelegenheit zu einer Tour mit dem Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar (www.atelier-latent.de). Im Rahmen des Kunstprojekts „Motel - Zimmer 501“ bietet Weisshaar einen zweistündigen Gang entlang der meist befahrenen Straße Deutschlands zwischen Avus, Bahngleis und Knüppeldamm an. Jeweils um 14 Uhr geht es am S-Bahnhof Westkreuz los und kostet 10 Euro. Die legendäre Rennstrecke AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße) verlief in einem Rundkurs von 19 km zwischen der Nordkurve am Halensee und der Südkurve in Nikolassee. Von 1921 bis 1998 fanden hier bedeutende Autorennen statt. Mit Verlagerung der Rennen auf den neuen EuroSpeedway in der Lausitz verfiel das Berliner Gelände in Dornröschenschlaf. Die Straße ist nur noch Teil der normalen Autobahn. Die ehemalige Rennverwaltung beherbergt ein Motel. LKW-Fahrer rasten heute auf dem obskuren Gelände, das ganz von Autobahnen eingeschlossen ist. Tribüne, Rundturm der Rennverwaltung und die legendäre Nordkurve stehen unter Denkmalschutz und benötigen dringend ein neues Nutzungskonzept. Vom 30. Oktober bis 3. November macht die „Initiative Temporäre Kunsträume - Kunstraum AVUS“ (www.kunstraum-avus.de) mit der genannten Ausstellung und den Spaziergängen auf den einmaligen Ort aufmerksam. Sie zeigen Arbeiten junger Künstler, die sich direkt mit dem Ort beschäftigen. In derselben Zeit sind auch die beiden Messen zeitgenössischer Kunst Art Forum (in den Messehallen) und Berliner Liste (Haus Cumberland, Kurfürstendamm) zu sehen. (sij)


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