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Nicolaische Verlagsbuchhandlung Berlin
Hotspots | Berlin: Last Chance Cumberland


Haus Cumberland, 1968
Foto: Landesarchiv Berlin


Am Ku’damm, zwischen Bleibtreu- und Schlüterstrasse, gibt es vom 30. Oktober bis zum 3. November ein letztes Mal die Gelegenheit, den heruntergekommenen Charme des luxuriösen „Hauses Cumberland“ zu erleben. Der Architekt Robert Leibnitz hatte es als Boarding-Palast geplant, aber schon vor der Eröffnung war das Konzept gescheitert, der Eigentümer bankrott. Erst 1914 wurde es als Grand Hotel mit 700 Betten, prächtigen Festsälen, Badeanstalt unter dem Dach und Café mit Ku’dammterasse seiner Bestimmung zugeführt. Nach dem zweiten Weltkrieg war es aus mit dem Luxus. Die eleganten Suiten und Zimmer mit Stuckdecken und Einbauschränken beherrbergten nur noch Beamte im Dienst: erst des Reichswirtschafts- ministeriums, der Oberpostdirektion und bis 1993 die Berliner Oberfinanzdirektion. Seitdem steht das Gebäude leer. Jetzt findet dort die Messe zeitgenössischer Kunst „Berliner Liste“ statt, die sich selbst „Entdeckermesse“ nennt. Junge Galerien verkaufen Kunst auf vier Etagen in denkmalgeschützten Zimmerfluchten, Bädern und Küchen (www.berliner-liste.org). In Zukunft wird das Baudenkmal von einer Luxemburger Investorengruppe zu einem „Lifestyle-Standort“ mit Luxus-Boutiquen, edler Gastronomie und Büros entwickelt. (sij)
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