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Hotspots | Berlin: Europäischer Energiepreis für Ingenhoven
In Berlin wurde am 20. November erstmals der Europäische Architekturpreis Energie + Architektur verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ist initiiert vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten. Dahinter steckt die Intention, Projekte energieeffizienten Bauens und Sanierens bei höchstem gestalterischem Anspruch hervorzuheben, die als gemeinsame Anstrengung von Bauherren, Handwerk, Gebäudetechnik und Architektur entstanden.
Zur ersten Ausschreibung 2009 wurden 79 Objekte eingereicht, aus der die Jury, unter Vorsitz des BDA Präsidenten Michael Frielinghaus, fünf Arbeiten prämierten. Vier lobende Anerkennungen wurden ausgesprochen für
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das Museion – Museum für moderne und zeitgenössiche Kunst in Bozen von KSV Krüger Schuberth Vandreike (Berlin)
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den Neubau Foyer scolaire und Ecole précoce-présclolaire in Luxemburg-Hamm von Witry & Witry (Echternach)
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das Produktions- und Logistikgebäude der Hilti AG in Thüringen, Österreich, von ATP Innsbruck Planungs GmbH
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und den Neubau des e-Science Lab der ETH in Zürich von Baumschlager Eberle Lochau ZT (A).
Den Preis erhielt die Europäische Investitionsbank in Luxemburg von ingenhoven architects, Düsseldorf. Die Jury begründete „Der seit 2008 bezogene Erweiterungsbau für 750 Arbeitsplätze zeigt auf vorbildliche Weise, dass die Energetik eines Gebäudes vor allem als integraler Bestandteil der Architektur zu begreifen ist. Das heißt: Lage, Konstruktion, Raumorganisation und Haustechnik des Gebäudes bedingen einander auf der Grundlage nachhaltig wirksamer Prämissen. Auf diese Weise ist ein Bauwerk entstanden, dessen ökologischer Charakter sich nicht applikativer Technologie, sondern einer ganzheitlichen Herangehensweise verdankt. Hervorzuheben ist insbesondere die Organisation des Gebäudes unter einer von den einzelnen Strukturen losgelösten, tonnenartig ausgeformten Glashülle. Im Zusammenspiel mit den v-förmig darunter angeordneten Arbeitsbereichen, die sowohl kommunikativ sind wie auch der Konzentration dienen, entstehen so auf der Nord- und Südseite Kalt- beziehungsweise Warmatrien als klimatisch unterschiedlich wirksame Zonen. Das Gebäude ist zertifiziert (BREEAM „excellent“), bietet den Mitarbeitern eine außerordentlich ansprechende, insofern auch nachhaltige Arbeitslandschaft, und versteht es, Ökologie als Grundanliegen der Architektur über bloße Rhetorik hinaus kenntlich zu machen.“
Den Preis nahm Ben Dieckmann für Christoph Ingenhoven aus den Händen des neuen Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesbauministerium Jan Mücke entgegen. Mücke hatte in einer vorangegangenen Festrede sich und die Ideen und Ziele der neuen Bundesregierung vorgestellt, und darin zukünftig eine enge Zusammenarbeit des Ministeriums mit dem BDA in gewünscht. (sij)
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