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Hotspots | Wuppertal: Karl Hugo Schmölz
In Wuppertal beschäftigt sich derzeit das Institut für Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität mit der Positionierung von Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne.
In einer Ausstellung werden 70 vintage prints des Kölner Fotografen Karl Hugo Schmölz (1917 – 1986) aus den 1950er Jahren gezeigt. Schmölz, Sohn des Architekturfotografen Hugo Schmölz (1879 – 1938), war bekannt für technische Perfektion und eine Beleuchtungstechnik, mit der er fast plastische Räumlichkeit in den Bildern erzeugen konnte. Nach dem Krieg dokumentierte Schmölz die Zerstörungen in Köln und avancierte zum Hausfotografen rheinischer Architekten wie Domenikus und Gottfried Böhm, Wilhelm Riphahn, Rudolf Schwarz, Hans Schilling, Wilhelm Schürmann und Hans Schwippert. Seine Aufnahmen zeigen Lichtspiel- und Theaterhäuser, Verwaltungsbauten und Privathäuser, Tankstellen, Schaufenster und Passagen und präsentieren sich heute wie ein Panorama der Architekturgeschichte. Schmölz zählt mit diesem Werk zu den bedeutendsten Chronisten der repräsentativen Bauten und Interieurs des Wiederaufbauära in Deutschland.
Zum Abschluss der Ausstellung, die bis zum 29. Februar in der Wuppertaler Galerie im Kolkmannhaus, Hofaue 51 -55, zu sehen ist, findet ebendort am 26. und 27. Februar ein Symposium zur „Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne“ statt. Mit VertreterInnen der Fototheorie und der Architekturgeschichte soll im Symposium der Frage nachgegangen werden, ob die Fotografien zur räumlich-symbolischen Identitätsfindung der Nachkriegsarchitektur und des Wieder- und Neuaufbaus von Städten beigetragen haben, ob sie eine neue Lesart der architektonischen Nachkriegsmoderne initiieren und wie (und ob) sie in einen Dialog mit den Intentionen von Architekten und Raumplanern getreten sind. Das vollständige Programm findet sich auf der Internetseite von Professorin Gerda Breuer www.gerdabreuer.de (sij)
Fotos: Karl Hugo Schmölz. © Wim Cox, Köln |
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