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Hotspots | Venedig: Ein Goldener Löwe
Auf Vorschlag der Biennale-Direktorin Kazuyo Sejima geht die höchste Auszeichnung für ein Lebenswerk, die anlässlich der Architekturbiennale in Venedig vergeben wird, in diesem Jahr an den Niederländer Rem Koolhaas. Koolhaas habe die Möglichkeiten von Architektur erweitert, heißt es in der Begründung. Mit der Konzentration auf die Beziehungen zwischen Mensch und Raum brachte er Gebäude hervor, die die Menschen zusammenbringen. Er habe der Architektur neue ambitionierte Ziele gesetzt. Sein Einfluss ginge weit über die Architektur hinaus.
Darüber hinaus ein „Gedenk-Löwe“ an den 2006 verstorbenen japanischen Architekten Kazuo Shinohara verliehen. „Shinohara war ein Mensch, der sich direkt mit dem Symbolismus von Räumen beschäftigt hat und wie dieser das Individuum beeinflusst. Dabei hat er sich einerseits sehr mit dem Symbolismus in der japanischen Architektur beschäftigt, sich andererseits aber auch auf einer abstrakten Ebene mit Räumen und Städten beschäftigt. Ich schlage vor, ihn zu ehren, weil er sich auf eine sehr persönliche Weise mit der Kraft des Raums auseinandergesetzt hat.“
Die weiteren Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag und das beste Projekt in der internationalen Ausstellung sowie der Silberne Löwe für den besten Architekturnachwuchs werden noch bestimmt. In die damit betraute Jury wurden jetzt Beatriz Colomina (Spanien), Francesco Dal Co (Italien), Joseph Grima (Italien), Arata Isozaki (Japan), Moritz Küng (Schweiz), Jean Nouvel (Frankreich) und Trinh T. Minh-ha (Vietnam) berufen. Alle Preise werden zur Eröffnung verliehen.
Kazuo Shinohara Rem Koolhaas
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